Ein Sitzplatz für Senioren

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Ein Sitzplatz für Senioren

Ein Jeder kennt das eine oder andere Zitat mit der guten Tat.
„Jeden Tag eine gute Tat oder
„ Worte, wie man gerne wäre Taten zeigen, wie man wirklich ist.“

Anlässe für gute Taten gibt es viele. In Bezug einer Fahrt im Bus und Bahn bin ich umsichtig und biete Menschen mit Behinderung mein Sitzplatz an, denn bei einer Vollbremsung mit dem Bus zum Beispiel bleibt niemand stehen.

Eine normale Busfahrt kann plötzlich zu einer gefährlichen Fahrt werden. Wenn ein Fahrzeug oder ein Mensch unerwartet vor einem Bus auftaucht muss der Busfahrer in Bruchteilen einer Sekunde reagieren um die Gefahr unter Kontrolle zu bekommen. Der Busfahrer geht in die Eisen und der Bus steht.

Vor einigen Monaten ist mir genau das passiert. Der Bus bremst und ich verliere den Halt Ich prallte gegen einen nicht hochgeklappten Sitz in der Mitte des Busses. Mit meinem linken Bein prallte ich gegen die Sitzkannte und eine mollige junge Frau stürzte auf mich.

Nach diesem Ereignis fragte der Busfahrer besorgt, ob sich jemand verletzt hatte. In dem In Moment stand ich unter Schock und habe die Schmerzen nicht wahrgenommen. Später merkte ich zunächst einen leichten Schmerz an meinem Bein. so als hätte ich eine Abschürfung und betrachtet es als eine Lappalie. Einige Stationen weiter musste ich aussteigen.

Auf dem Nachhauseweg nahm der Schmerz zu und Ich begann zu humpeln. Ich konnte nicht mehr richtig auftreten. Die Schmerzen wurden immer schlimmer. Zu Hause angekommen konnte ich die Treppen in den 2. Stock gerade noch erklimmen.

Drei Tage bin ich wie ein Storch durch die Wohnung stolziert und musste mich an den Wänden abstützen um nicht umzufallen. Warum habe ich keinen Arzt gerufen? Ich war wie immer viel zu eigensinnig. Nach ein paar Tagen wurden die Schmerzen erträglicher, allerdings hat sich das zwei Wochen in die Länge gezogen bis ich wieder gehen konnte.

Liebe Seniorinnen und Senioren, scheuen Sie sich nicht nach einem Sitzplatz zu fragen. Die jungen Menschen starren auf ihr Smartphone und bekommen von ihrer Umgebung nichts mit. Auch wenn Sie mit einem Rollator unterwegs sind denken Sie daran, dass viele Leute nicht wissen das Sie auf einen Rollator während der Fahrt aus Sicherheitsgründen nicht sitzen dürfen

In einer anderen Fassung habe ich ein dien Bericht im Internet veröffentlich und folgende Kommentare bekommen die ich Ihnen hier nicht vorenthalten möchte.

Manuela M. (55) schreibt:

„Ich wäre sehr dafür, wenn es an Schulen ein Pflicht- und Prüfungsfach „Benimm-Unterricht“ gäbe. Es gibt ja schon jetzt so eine Art Simulationsanzüge, mit denen jüngere Menschen nachvollziehen können, wie es sich anfühlt älter zu sein. Diese Anzüge müsste es auch an Schulen geben, damit Kinder verstehen wie sich das anfühlt.“

Michaela F. (21) schreibt:

Ja, im Grunde stimme ich zu. Vergesst aber bitte nicht, dass es auch junge Leute gibt, deren Behinderung oder Einschränkung man nicht sieht. Mich sprachen schon ältere Leute sehr unverschämt an, damit ich den Sitzplatz räumen soll, da war ich im 9. Monat schwanger und stehen ging schlichtweg nicht (war durch dicke Klamotten im Sitzen nicht zu sehen), ebenso wie nach meiner Covid-Erkrankung, wo ich lange unter Atemnot und Schwindel litt, wenn ich stehen musste. Also bitte nehmt Rücksicht aufeinander. Nicht nur in eine Richtung.

geschrieben von Michael Johanns

Der richtige Ketchup sollte es sein

Sag Ja, zu Tomatenketchup.
Mein Test zu dem Produkt Ja! Tomatenketchup von REWE zu Preis 0,79 Cent.
Beinhaltet folgende Aspekte.
Auf der Rückseite der Flasche befindet sich ein Vegan-Gütesiegel, das muss nicht abschrecken oder man muss sich nicht als ein Veganer bezeichnen, weil wir ein veganisches Produkt zu uns nehmen.
Die Konsistenz des Ketchups ist cremig und die Farbe hat ein schönes Rot.  Der Geruch: Ich rieche frische Tomaten. Der Geschmack ist fruchtig und harmonisch würzig abgestimmt. Nicht scharf, sehr mild in der Säure. Den Branntweinessig empfinde ich für diesen Ketchup ideal gewählt. Warum? Es geht um die Verträglichkeit des Ketchups.

In diesem Fall habe ich eine gewisse Menge zu mir genommen um herauszufinden ob ich hierdurch Sodbrennen bekommen könnte.  Im Test mit einer kleineren Menge, mit Pommes, Hamburger oder Hotdog. Da mein Magen sehr empfindlich reagiert und durch einen hohen Säuregehalt sofort rebelliert, bekommt der Ja! Ketchup schon einmal eine Note „ Gut.“ Ich habe kein Völlegefühl oder Sodbrennen empfunden. Wäre ich ein Kind würde ich diesen Ja! Ketchup nicht nur lieben, sondern auch immer wieder kaufen. In Zukunft werde ich auf diesen Ketchup nicht mehr verzichten und den Ja! Ketchup zu verschiedenen Produkten verwenden:
Ketchup mit Pommes, Hamburger, Hotdog und Foundue, ebenfalls zu einer Tomatensoße. Ich esse gerne Spagetti mit Bolognese, wenn ich eine Soße mache verfeinere ich sie mit Tomatenmark und gebe etwas Ketchup hinzu. Mit diesem Ketchup eine Soße zu machen schmeckt die Spagetti um einiges besser.

Diesen Bericht können Sie vertrauen. Der Ja! Ketchup ist in seiner Art wirklich „Klasse“ und in seiner Herstellung gelungen. Für einen Preis von 0,79 Cent bekommen Sie einen wirklich guten Ketchup. Sie sehen teures muss nicht immer besser sein.
Bald beginnt wieder die Grillsaison und da darf der Ja! Ketchup bei mir auf gar keinen Fall fehlen.

Der Mann mit den schönen Bart

Cover des Buches

Ich bin dann mal Still

Horst Lichter: Ich bin dann mal still, ist ein sehr aussagekräftiger Titel für das Buch.
Es geht da um einen berühmten Mann, denn er ist Koch, Gastronom, Buchautor und Moderator Horst Lichter.
Seine Erkennungsmerkmale: die runde Brille und einen gesteilten Zwirbelbart. Seine Kochshow, „Lafer! Lichter! Lecker!“ habe ich mir gerne angesehen. Irgendwann war Horst dann nicht mehr in der Kochshow zu sehen.
Als Fernsehzuschauer war ich etwas traurig darüber, weil ich die Kochshow vermisse. Irgendwann reichte es und er wollte die Show nicht weiter machen.
Das kann ich gut verstehen, auch wenn ich nicht beim Fernsehen arbeite. Seine Entscheidung, die Horst Lichter vor vielen Jahren traf war richtig, so sehe ich das. Die Sendung „Bares für Rares.“
Doch Horst Lichter musste erst einmal die Verantwortlichen des ZDF überzeugen. Zunächst dachte das ZDF, die Show bekommt nicht genügend Einschaltquoten.
Natürlich gibt es immer Menschen, die alles besser machen wollen.
Horst Lichter hat sich durchgesetzt.
Er ist freundlich und besitzt Menschenkenntnis. In seinem Buch „Ich bin dann mal still.“

Ich war vor einigen Tagen in der öffentlichen Bücherei und hielt mich in der Abteilung Biografien auf um nach einem interessanten Buch zu suchen und ich entschied mich für das von Horst Lichter. „Ich bin dann mal still.“ Meine Frau mag die Biografien der Buchautoren sehr gern. Das Buch über Horst Lichter empfanden wir beide am Anfang das die Erzählweise etwas ermüdend war. Doch es gab keinen Grund das Buch zur Seite zu legen um es dann abzuhaken.

Ich lese meiner Frau aus dem Buch vor und wir beide finden das auch andere Leser in den Genuss kommen sollten das Buch einfach mal zu lesen um sich auf so einen coolen Menschen Mental einzustellen. Horst Lichter ist schon seit Jahren bei Bares für Rares. Ich sehe als Fernsehzuschauer ein Mensch im Fernsehen, doch wenn ich dann etwas über ihn lese mit seinen eigenen Gedanken, dann kann ich dazu sagen was für ein toller Typ der Horst Lichter doch ist.

Es gab einige dramatische Abschnitte in seinem Leben, aber auch einige Amüsierende. So spielt das Leben. Im Kloster hat Horst Lichter Ruhe und Stille gesucht und gefunden. Es hat allerdings etwas gedauert, denn er war mit den dort herschenden Regeln nicht einverstanden.
Es ging auch um die Kleiderordnung und wie man richtig sitzt.

Sie sind wie sie schreiben ein Harmonie süchtiger Mensch: Das glaube ich Ihnen und das sie sich auch sehr gerne mit Menschen unterhalten. Sie haben ihre Gedanken auf die Menschen gerichtet, die mit Corona konfrontiert werden. Sie haben hier viele Inspirationen in das Buch gebracht. Und sie haben sich sehr Weise ausgesprochen.
In der Sendung „ Bares für Rares“ sehe ich einen sympathischen Moderatoren.

Also ihr lieben Leser ich hoffe das euch mein Schreibstil gefallen hat. Einmal den Herrn Lichter für sein Buch zu loben und den Leser anzuspornen das Buch zu lesen. Wie ihr euch als Leser entscheidet das Buch zu kaufen oder es in der Bücherei auszuleihen das bleibt am Ende eure eigene Entscheidung.

Verlegt wurde das Buch bei Knaur verlegt wurde das Buch 2021
und die ISBN Nummer lautet:

958-3-426-67604-2.

Die Bewerbung und das Lampenfieber.

“ Habe keine Angst es wird schon gutgehen“

Das Wochenende ist vorbei und wieder starten wir in eine neue Woche. Wir wollen nicht länger vom Staat leben. Wir wollen noch etwas im Leben erreichen. Wir wollen nicht einfach nur herumsitzen und Löcher in die Decke starren. Wir wollen in den Urlaub fahren und etwas schönes kaufen, was wir uns eigentlich nicht leisten können. Das alles können wir nur erreichen, wenn wir einen Job haben.
Sich für eine Arbeitsstelle zu bewerben passiert nicht nur in Deutschland in Hamburg, sondern auf der ganzen Welt.

Die Bewerbung ist eine wichtige Grundlage in persönlicher und schriftlicher Form. Es wird in der Zukunft weitaus mehr Berufe geben von denen wir heute noch nichts wissen. Es wird Berufsbezeichnungen geben die sich auf Talente und besondere Fähigkeiten stützen. Die Menschen werden danach zugeordnet.
Der Chef wünscht sich das der Betrieb läuft. Der Chef wünscht sich zufriedene Kunden und Angestellte mit Fachkompetenz. Eine schriftliche Bewerbung ist nicht alles und hat nichts mit einem Vorstellungsgespräch zu tun.
Das Vorstellungsgespräch ist mit einer der wichtigsten Elemente der Bewerbung. Aber wie sieht es der Chef? Habe ich ein sicheres und selbstbewusstes Auftreten? Die Bewerbung muss verständlich und übersichtlich geschrieben sein mit den Schulabschluss, Praktika und Ausbildungen. Das Bewerbungsgespräch im Betrieb zeigt ob der Bewerber die Fähigkeiten für den Job erfüllt und eingestellt werden kann.
Heute ist ein wichtiger Tag für dich. Alles soll so perfekt sein wie es nur geht. Du warst vielleicht noch beim Friseur, oder hast dir neue Kleidung gekauft um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Es ist die Frage wo man sich bewirbt. Die Kleidung, wie Anzug und Krawatte ist nicht immer notwendig.
Am Anfang sprechen wir noch von einer motivierten Gelassenheit. Du bist überzeugt, das du gut auftreten wirst. Doch auf dem Firmengelände angekommen spürst du das mulmige und unangenehme Gefühl in dir. Ist von Mensch zu Mensch verschieden. Bei mir ist das auch so gewesen.
Du sitzt mit deinem Bewerbungsunterlagen in der Hand auf einem Stuhl und wartest auf deinem Auftritt.
Du spürst plötzlich eine erhöhte Herzfrequenz und wo kommt das her? Du schwitzt wie ein Schwein. Du hast ein Kloss im Hals. Dann kommen plötzlich die Kopfschmerzen. Oh, nein jetzt auch noch Magenschmerzen. Das kann vor deiner Präsentation (Bewerbung) passieren.
Die Ursache ist das Lampenfieber.
Du zweifelst und bist schließlich der Meinung ich werde nicht beachtet und verliere mein Gesicht, was für eine Blamage. Doch was passiert gerade mit dir? Es ist der Stress, der dich in ein tiefes Loch fallen lässt. Verdränge nicht das Lampenfieber, lass es zu, steigere deine Aufmerksamkeit und konzentriere dich. Lampenfieber gehört dazu.
Was kann ich tun um selbstsicherer in ein Gespräch zu gehen?
Ich erinnere mich an ein Spiel es heißt die Sims, der Spieler hat dafür zu sorgen mit der Figur verschiedene Tätigkeiten zu erlernen. Die Figur soll selbstsicher und kommunikativ werden. Eine andere Figur hört bei dem interessanten Gespräch zu.
Der Spiegel soll dabei helfen sich selbst zu sehen. Er ist nicht nur da sich schön zu machen. Ich habe mich selbst am Spiegel erprobt, ich hielt Reden und übte Bewerbungsgespräche, damit visualisiere ich meine Persönlichkeit.
Versuche es bei jeder Gelegenheit. In diesen Fall geht es um eine Bewerbung.
Nimm dir Zeit bevor du anfängst dich auf eine Person zu konzentrieren und übe am Spiegel dich zu äußern. Wichtig ist das du dich darauf einlassen kannst. Atme ein paar Mal ein und aus. Entspanne und denke positiv und bereite dich einfach vor.

Das interessante ist sich vor einem Spiegel zu erproben das kann nicht nur Spaß machen, sondern du wirst auch viel mehr über dich selber erfahren. Du wirst an deine innere Haltung arbeiten und schnell erkennen, wie du deine innere Haltung verbessern und darstellen kannst. Du wirst Defizite erkennen und sie noch besser beherrschen. Du wirst deine Persönlichkeit im Vordergrund stellen, denn der Spiegel ist deine innere Stimme und ganz wichtig deine innere Seele. Es werden Unsicherheiten in Stärke umgewandelt.
Jeder Mensch, dem die Bewerbung bevorsteht hat genügend Zeit sich vor einem Spiegel besser kennenzulernen. Wenn Du einen Vortrag hältst oder ein Bewerbungsgespräch führst siehst du auch deine Bewegungen. Achte auf deine Haltung deine Gestik und Mimik.
Übe in Ruhe und bleibe entspannt auch dann, wenn du mit dir unzufrieden bist. Zeige dich im Spiegel als Zuhörer und verhalte dich auch so. Trainiere jeden Tag. Mit der Zeit erkennst du dein „Ich“ die eigene Persönlichkeit.
Du stehst vor dem Spiegel und visualisierst den Raum, wo das Bewerbungsgespräch stattfinden soll. Der Chef sitzt dir gegenüber, dann lass es auf dich wirken. Der Chef ist auch nur ein Mensch und trägt sein eigenes Päckchen mit sich herum. Du musst dich auf der gleichen Ebene stellen.
Fehler im Bewerbungsgespräch zu machen ist menschlich und sie passieren. Perfektionismus, gibt es das? Das führt zu einem Kontrollverlust. Übe deine innere Ruhe und erkenne Situationen, die dich provozieren könnten. Antworte mit Gegenfragen und lass dich nicht provozieren.
Nun wünsche ich viel Erfolg bei der nächsten Bewerbung, die mit Sicherheit zu einem Erfolg führen wird. Wenn Sie bereit dazu sind kommunizieren sie mit der Seele. Denke daran der Spiegel ist da und ein gutes Trainingsgerät.
Copyright Michael Johanns

Der Mann im Treppenhaus


Es sind viele Jahre vergangen, da war ich noch ein kleines Kind. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern ob ich 8 oder 10 Jahre alt war. Allerdings erinnere ich mich gut daran wie schrecklich es für mich war in dieser unangenehmen Situation, die ich erlebt habe. Die Bilder und die Erinnerungen tauchen immer mal wieder in meinem Kopf auf. Ein Mann stand in einer Ecke mit den Rücken zu mir, er verdeckte mit seinen Handflächen sein Gesicht damit ich ihn nicht sah.

Jedes Wochenende besuchte ich meine Großeltern in Hamburg Tondorf und zufälligerweise an einem Wochenende machte ich eine für mich schreckliche Erfahrung, ich bekam Angst vermischt mit einer Portion Panik. Panik, die ich als Kind, so noch nie erlebt hatte. Es war doch das schöne Wochenende bei meinen Großeltern. Mein Großvater war mein bester Freund und meine Großmutter meine beste Freundin, beide waren echt cool und hatten mich sehr lieb. Meine Großmutter hat für mich gern gekocht und mein Großvater machte mir Geschenke. Da fühlte ich mich immer Sauwohl und sie waren das größte Geschenk für mich. Mein Großvater hatte im Krieg ein Bein verloren und hatte eine Prothese, deshalb kaufte meine Oma das Geschenk für mich.

Meine Großeltern umsorgten mich als wäre ich ihr eigenes Kind. Das heißt nicht das ich bei meinen Eltern und Geschwistern nicht sein wollte. Vielleicht lag es daran, dass ich mich dort wohlfühlen konnte. Meine Geschwister bekamen zuhause mehr Beachtung, weil sie ja auch kleiner waren.

Als mein Großvater starb kümmerte sich meine Oma weiter um mich. Sie konnte sehr gut kochen. Der Tod meines Großvaters war ein großer Verlust, der mich traf. Doch nun mein Erlebnis: Es war ein Samstag, ich besuchte meine Großeltern und an diesem Tag erfuhr ich Angst und Panik, die ich so noch nicht kannte. Ich war gerade mit dem Essen fertig, da sollte ich zu der Telefonzelle unten an der Ecke gehen und meine Mutter anrufen, meine Großeltern hatten kein Telefon.  Ich sollte meiner Mutter mitteilen, dass meine Eltern und Geschwister am Sonntag zum Essen kommen sollen. Was ich vor dem Verlassen der Wohnung und in diesen Augenblick noch nicht wusste, war die plötzliche Begegnung eines Mannes.

Die Bilder von diesem Tag begleiten mich schon mein ganzes Leben. Es ist nicht die Angst, die mich begleitet. Es sind einfach nur die Bilder von diesem Mann.  Ich hätte mehr umsichtiger sein müssen, denn beim Verlassen der Wohnung hatte ich die Wohnungsschlüssel nicht mitgenommen. Die Fußmatte legte ich im Flur zwischen die Haustür damit sie nicht zufallen konnte. Doch das waren zwei Fehler.

Die Telefonzelle war nicht weit weg und ich sprach mit meiner Mutter.

Nachdem ich das Telefonat beendet hatte ging ich zurück und zog die Matte an den dafür vorgesehenen Platz. Dann geschah es, ein Mann stand hinter der Tür. Als ich ihn sah erschrak ich und wusste nicht was geschah. In mir stieg ein ungutes Gefühl empor, die Angst war da, denn der Mann stand so eigenartig in der Ecke zwischen Haus und Kellertür.

Zunächst ging ich langsam die Treppen hinauf, denn die Wohnung meiner Großeltern befand sich im ersten Stock und ich merkte das der Mann mir folgte, nicht schnell eher langsam. Ich blickte zwischen das Geländer und sah seine Beine. Die Beine erklimmen die Treppenstufen, eine nach der anderen. Aus meiner Angst wurde eine unerträgliche panische Kälte als würden mir die Adern in meinen Händen gefrieren.

Im ersten Moment wusste ich nicht was ich machen sollte. Sollte ich mich oben auf dem Dachboden verstecken? Dann überlegte ich einen Augenblick und mir fiel ein das ist ein Fehler. Der Mann würde mich dort finden und es wird für mich noch gefährlicher. An der Wohnungstür meiner Großeltern angekommen schlug ich heftig gegen diese um auf mich aufmerksam zu machen. Dabei blickte ich immer wieder zwischen dem Treppengeländer nach unten. Die Beine des Mannes kamen immer näher und näher. Warum machte mir meine Großmutter die Tür nicht auf? Vom Gefühl aus wurden die Sekunden zu Minuten. Obwohl es bei den Sekunden blieb.

Ich schlug und hämmerte gegen die Tür. Dann schrie ich. Aus der Wohnung erhörte ich vertraute Stimmen.
 Meine Großmutter wollte wissen was los ist.

Meine Oma war gerade mit dem abwaschen des Geschirrs beschäftigt. Die Angst in mir spürte ich ganz deutlich. Ich schaute wieder durch das Geländer und sah die Beine des Mannes nicht mehr, da wurde meine Angst unerträglich. Dann ging endlich die Tür auf und ich stürzte an meiner Großmutter vorbei und vergrub mich ängstlich zwischen den Armen meines Großvaters. Mit meinem Hämmern und das laute Schreien wurde der Mann in die Flucht geschlagen. Doch ich vermutete das der Mann noch im Treppenhaus sein könnte.


Natürlich wollten meine Großeltern erfahren warum ich so eine Angst hatte.
Stockend erzählte ich ihnen, was mir passiert war. Meine Oma trat ins Treppenhaus und spürte bei jedem Schritt die Angst in mir. Aber sie ging durch das Treppenhaus und durch den Keller.

Der Mann war nicht mehr da. Es dauerte eine kurze Zeit bis meine Oma wieder in der Wohnung war und bat mich mit ihr zu kommen. Am Anfang traute ich mich nicht. Am Ende hat sie mich davon überzeugt und blieb in meiner Nähe. Ich sollte so meine Angst überwinden. Die Nachbarn und der Hauseigentümer waren zwischenzeitlich in großer Aufregung und Sorge. Es wurde auch gesagt das die Fußmatte nicht zwischen die Tür gelegt werden darf. Meine Großmutter ging mit mir noch einmal durch den Keller und ich schaute in jede Ecke. Meine Oma hat alles richtig gemacht mit mir die Angst gleich vor Ort aufgearbeitet.

Was wäre aus dieser gefährlichen Situation geworden, wäre sie nicht mit mir durch das Treppenhaus und den Keller gegangen. Unmittelbar danach wurde die Polizei gerufen. Die sofort zur Stelle war. Einfühlend sprach der Polizist mit mir. Er sprach mit mir einige Worte ob mir etwas aufgefallen ist und ich sollte nachdenken. Mir ist wirklich nichts aufgefallen, aber in der Zwischenzeit ist meine aufgeregte Mutter eingetroffen.

Der Polizist meinte das es für mich das beste wäre nach hause zu fahren. Das konnte ich nun wirklich nicht verstehen. Es sollte allerdings nur von kurzer Dauer sein. Später sprach meine Mutter mit mir ob mir wirklich nichts aufgefallen sei. Die Polizei hatte wohl meine Eltern darum gebeten mich noch mal zu befragen. „Turnschuhe.“ Es waren die Turnschuhe! Es hatte ca. 2 Wochen gedauert bis sich alles aufgeklärt hatte. Es war der Freund der Nachbarin. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass der Freund aus dem Gefängnis Santa Fu, Hamburg Urlaub hatte und bei seiner Freundin war. Die Freundin und Nachbarin meiner Großeltern von gegenüber wusste wohl nicht das ihr Freund aus dem Gefängnis kam.  Die junge Frau hatte sich tausendmal bei mir entschuldigt. Die Nachbarin war schwanger von dem Mann. Das schlimmste für sie war wohl das sie erfahren hatte, er ist ein Kinderschänder. Mir war nichts passiert.


Früher waren Nachbarn hilfsbereiter. Heute kennen sich Nachbarn kaum noch und gehen sich lieber aus dem Weg. Grund: Die Gewaltbereitschaft ist stark angestiegen.

Wenn ein Kind in einer solchen Situation kommt und mit der Angst konfrontiert wird, kann es durchaus zu einer traumatischen Erfahrung kommen, um so schlimmer ist die Begegnung damit, und gravierend werden die Lebensumstände. Es sind die Erinnerungen, die einem im Leben durch Albträume und Ängste ständig verfolgen. Das Verhalten meiner Großmutter war der richtige Weg, um eben nicht in diese traumatische Welt abzusinken.

Ich bin durchaus in der Lage nachzuvollziehen wie ein Kind sich in einer solchen Situation fühlen muss und ich bin durchaus in der Lage nachzuvollziehen wie es Menschen ergehen muss, die mit einer solchen oder ähnlichen Situation konfrontiert werden. Menschen die hilflos in einer Ecke gedrängt werden und keinen Ausweg sehen.

Es gibt Menschen die Angst und Schrecken verbreiten können und wollen, oder es nicht wollen, aber nicht anders können. Welche Gründe sich damit in Verbindung bringen lassen ist im ersten Moment durch andere Personen nicht ersichtlich.  Gründe gibt es viele, Vermutungen ebenso, doch erst wenn es zu spät ist, wird ersichtlich welcher Grund dazu führt so zu handeln.

Es ist zu spät.

Es ist eine Entscheidung gefallen, die dazu führte das ein Mensch mit diesen traumatischen Ereignissen über Monate oder sogar Jahre mit dieser Angst leben musste. Was sollte also getan werden damit eine solche Handlung gar nicht erst passiert? Es ist wichtig nachzudenken bis das Problem erkannt ist. Dann gibt es die Möglichkeit für eine Behandlung.
Es läuft immer auf eine Gewalt aus.

Ich kann Mütter und Väter verstehen, die Angst um ihre Kinder haben. Denn gerade in dieser Zeit baut sich eine Hoffnung auf eine glückliche Familie. Alles kann passieren, doch das schlimmste für die Eltern ist gravierend zu erfahren was passiert ist. Gerade wenn es um eine Gewalt geht wirkt sich diese Gewalt auf alles und Jeden aus.

Copyright Michael Johanns

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